Gartentipp im Juni
Der Junischnitt bringt Ihre Hecke dauerhaft in Form
Ende Juni haben die meisten laubabwerfenden Hecken ihr Hauptwachstum
hinter sich. Werden die Pflanzen jetzt geschnitten, behalten sie ihre
Form während des Sommers bei.
Mit der Heckenschere werden die einjährigen Triebe gekappt. Die optimale
Wuchsform, die mit dem Schnitt angestrebt wird, sieht aus wie ein
Trapez: Die Hecke verjüngt sich von der Basis nach oben. Die richtige
Neigung beträgt pro Meter Pflanzenhöhe zehn Zentimeter auf jeder Seite.
Ist eine Hecke also zwei Meter hoch und an ihrer Basis einen Meter
breit, sollte die Krone etwa 60 Zentimeter messen.
Die Neigung hat den Sinn, dass auch die unteren Heckenpartien
ausreichend Licht bekommen. Ein Verkahlen der Pflanzen wird somit
verhindert. Bei trockenem Wetter sollte die Hecke zudem gründlich
gewässert werden, um ein Rücktrocknen der frisch beschnittenen Äste zu
vermeiden.
Nach dem Junischnitt treiben die Hecken in der Regel kaum nach. Im
August oder September kann dann der Wuchs erneut begradigt werden. Die
richtige Zeit für einen Verjüngungsschnitt ist während der winterlichen
Ruhephase.
Achtung Jungvögel
Bevor die Heckenschere ansetzt, sollten die Pflanzen unbedingt nach
Vogelnestern abgesucht werden. Viele Vögel schließen ihr Brutgeschäft
erst im späten Frühjahr ab und dürfen dabei nicht gestört werden. In
diesem Fall sollten die Arbeiten bis Ende Juli aufgeschoben werden.
Manche Arten, wie Grünfink, Gimpel und Hänfling, brüten sogar bis in den
August hinein. Allenfalls einzelne, abstehende Äste können dennoch
gekappt werden.
Immergrüne Hecken wie Buchs und Eibe sollten im Sommer, spätestens
jedoch bis Augustanfang beschnitten werden. Sonst kann es passieren,
dass der Frost des kommenden Winters die jungen Triebe schädigt. Davon
abgesehen sind gerade Eiben sehr widerstandsfähig und langlebig: Sie
vertragen selbst einen kräftigen Rückschnitt der älteren Zweige.
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